entspannungstherapie

Entspannungsverfahren wie das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung werden häufig bei verschiedenen psychischen bzw. stressbedingten Beschwerden eingesetzt. Dazu zählen Erschöpfung, innere Unruhe, verminderte Konzentration und Reizbarkeit. Die Verfahren haben das Ziel, körperliche und seelische Spannungen zu verringern, Zufriedenheit und Wohlbefinden wieder herzustellen.

​Je nach individueller Ausgangslage kann der Zustand der Entspannung bereits eine ausreichende therapeutische Wirkung entfalten. Er kann uns helfen loszulassen, emotionale Probleme zu verarbeiten und innere Ressourcen zu erschließen. Die Behandlung kann durch gezielte therapeutische Interventionen ergänzt werden.

Ein paar einfache und fast überall anwendbare Entspannungs- übungen zum direkten Ausprobieren finden sie hier.
Selbsttest

 

Um mich ganz auf Sie und Ihre Bedürfnisse einstellen zu können, biete ich Entspannung und Stressbewältigung in Form von Einzelsitzungen. Im Gegensatz zu einem Präventionskurs kann das Verfahren ganz auf Ihre persönliche Situation abgestimmt werden, Ihr individueller therapeutischer Nutzen steht also im Vordergrund.

Autogenes Training

Autogenes Training bedeutet, körperliche und seelische Entspannung mithilfe der eigenen Vorstellungskraft herbeizuführen. Das Verfahren wurde vom deutschen Arzt J.H. Schultz entwickelt und wird auch als konzentrative Selbstentspannung bezeichnet. Typisch für das Autogene Training sind affirmative Formeln wie "Ich bin ganz ruhig" oder "Arme sind angenehm warm".

Das Autogene Training gliedert sich in drei Stufen. In der Grundstufe lernen Sie, sich wirksam und ohne weitere Hilfsmittel zu entspannen. Sie üben das Erleben von Schwere und Wärme, Herz- und Atemregulierung, Bauchwärme und Stirnkühle.

Im Zustand der inneren Ruhe können Sie problematische und spannungsgeladene Gedanken und Emotionen aus der Distanz betrachten und so eine Reduzierung von Angst und Anspannung bewirken. Formelhafte Vorsätze helfen Ihnen, diesen Zustand auch im Alltag zu festigen (sogenannte Mittelstufe). Es folgt die analytische Oberstufe, in der die Arbeit mit inneren Bildern und unbewussten Konflikten im Vordergrund steht.

Für das reine Erlernen der Grundstufe werden in der Regel sechs bis sieben Sitzungen benötigt. Für die Mittel- und Oberstufe lassen sich keine pauschalen Aussagen treffen.

Progressive Muskelentspannung

Der amerikanische Arzt und Neurophysiologe Edmund Jacobson machte die Beobachtung, dass eine hohe Muskelspannung im Zusammenhang mit innerer Unruhe, Stress und Angstzuständen auftrat. Umgekehrt, so dachte er, müssten sich diese Beschwerden durch bewusstes Entspannen der Muskulatur lindern lassen. Und in der Tat: Mit dem Gefühl der körperlichen Ruhe tritt in der Regel auch eine seelische Entspannung ein.

Es folgte die Entwicklung der Progressiven Muskelentspannung als wirkungsvolles, aber sehr komplexes Entspannungsverfahren, das in der Folge mehrfach modifiziert und vereinfacht wurde. Bei modernen Formen der Progressiven Muskelentspannung handelt es sich um leicht zu erlernende Entspannungsverfahren, deren Wirksamkeit gut dokumentiert ist.

​In der Progressiven Entspannungstherapie folgt auf das Erlernen allgemeiner Entspannung die differenzierte und die konditionierte Entspannung. Das Verfahren kann auf diese Weise in den Alltag integriert und die Fähigkeit zur Selbststeuerung gefördert werden.

 Für das reine Erlernen werden in der Regel vier bis sechs Sitzungen benötigt.